Frau Wagenknecht und die Aktie

Alljährlich im Herbst trifft sich Deutschlands Finanzbranche auf der DKM, einer der größten Branchenmessen des Landes.

Neben Ständen und Informationsangeboten von Versicherern und Kapitalanlagegesellschaften werden Vorträge geboten – und zunehmend auch politische Inhalte.

So kam es bei der letzten Auflage im Oktober 2014 zu einer Diskussion zwischen Sahra Wagenknecht von der Linken und Wolfgang Bosbach von der CDU.

Kapitalismuskritikerin Wagenknecht ließ sich zum Thema Aktie zunächst so ein: Aktien seien für die breite Masse der Bevölkerung kein geeignetes Anlageinstrument. Das Auf und Ab bedeute ein viel zu hohes Risiko.

Gleichzeitig machte sie aber ausgerechnet diese riskante Anlageform Aktie als Schuldigen für das Auseinandergehen der Schere zwischen Arm und Reich (mit)verantwortlich. Schließlich würden hier “die Reichen” jedes Jahr 10 oder 20 Prozent Rendite erwirtschaften.

Demnach lautet die Wagenknechtsche Formel: Aktie = Risiko für Arme & Rendite für Reiche. Eigentlich ja Linken-untypisch, Menschen von Teilhabe auszuschließen…

Deswegen zum mitschreiben noch einmal: ein breit gestreuter Aktienfonds kann bereits mit monatlich 25 EUR angespart werden kann. Bei einer langfristigen Orientierung (länger als 15 Jahre) ist das (historische) Verlustrisiko praktisch nicht vorhanden. Und wer z.B. auf die Einhaltung von Arbeitnehmerrechten achten möchte, findet hervorragende Lösungen im Kontext ethisch-ökologischer Anlagen.

Frau Wagenknecht, es geht!!